28 Jun

Tennisplatzpflege im Sommer

Der Sommer ist da und die Menschen sind gerade in diesem schwierigen Jahr umso glücklicher, sich auf den Tennisplätzen zu bewegen.

In den heißen Sommermonaten ändern sich die Platzverhältnisse und Spieleigenschaften: von feucht zu trocken und von weich zu hart. Auf diese veränderten Verhältnisse sollte man die Tennisplatzpflege anpassen.

Zwei Hauptbereiche der täglichen Routine sind einerseits die Tennisplatzberegnung und andererseits die verhärteten Oberflächen der Tennisplätze.

Tennisplatzberegnung

Im Sommer natürlich der Hauptfaktor für einen guten Tennisplatz. Trockene, harte Tennisplätze sind rutschiger und der Ballsprung kann negativ durch Sandanhäufungen beeinträchtigt werden. Mal abgesehen von der Staubbelastung durch zu trockene Plätze.

Beregnungstipps

  • Bewässern Sie die Tennisplätze in den Morgen- oder Abendstunden des Tages, wenn die Verdunstung am geringsten ist. Wenn die Spieler vor und nach den Matches die Tennisplätze kurz beregnen, behalten diese auch über den Tag einen ausreichenden Feuchtigkeitsgehalt.
  • Installieren Sie, falls noch nicht vorhanden, eine Beregnungsanlage. das spart Zeit beim Bewässern und Sie haben währendessen Zeit für andere Dinge.
  • Investieren Sie in automatische Beregnungssteuerung. Moderne Steuergeräte in Verbindung mit Regensensoren erleichtern die Arbeit enorm, da einmal programmiert alles von alleine abläuft. Nachtberegnung verbessert die Qualität der Tennisplätze dramatisch.
  • Denken Sie über unterirdische Tennisplatzberegnung nach. Weltweit werden zehntausende Plätze mit dem HyQ Court System bewässert, das Ihnen hilft Wasser zu sparen und die Tennisplätze können während dem Bewässern bespielt werden.

Die Tennisplatzoberfläche

Die verhärteten Tennisplatzdecken stellen im Sommer andere Anforderungen an die Tennisplatzpflege. Standen in den ersten Wochen der Saison das Löcher ausgleichen auf den noch weichen Tennisplätzen im Vordergrund, so verlagert sich jetzt der Fokus.

Rollkorn

Mit trockenerem Wetter kommt das Rollkorn. Dieses aus der Tennisplatzdecke ausgespielte Korn mindert die Qualität der Plätze stark: sie werden rutschiger, darunter kann Moss wachsen und der Platz nimmt die Bewässerung nicht mehr wie erwartet an.

Hier gilt es mit einem Rollkornschaber dieses überflüssige Korn abzutragen und wenig neues Ziegelmehl nachzuwerfen, damit der Tennisplatz wieder eine gute Spielbarkeit erhält.

Beachten Sie, dass Sie den Platz vor der Arbeit gut bewässern, um die Tennisplatzdecke nicht aufzureissen. Dies gilt für alle Arbeiten innerhalb der Spielfläche während der trockenen Monate. Sie wollen schließlich nur das lose Korn auf der Oberfläche wegschaffen.

Moos- und Pflanzenbefall an den Rändern

Die Randbereiche der Tennisplätze werden leider häufig nach dem Spielen nicht mit abgezogen. An den Linien ist meist Schluß, die Aussenbereiche werden vernachlässigt. Die Folge ist, dass diese Bereiche verhärten und anfällig für Moos und Pflanzen werden.

Hier kann man mit dem Stahlbesen, dem Gator-Rake oder dem Stahlrechen die verhärteten Bereiche aufrauhen und Moos- und Pflanzenbefall entfernen.

Schleppnetz oder Besen

Für die heißeren Monate sollte man auf Schleppnetze für das Abziehen nach dem Spiel zurückgreifen. Diese gibt es mit schwerem oder leichterem Gewebe.

Gerade wenn die Tennisplätze nicht die ideale Feuchtigkeit besitzen, verhindert man mit dem Schleppnetz, dass man zuviel Korn aus der trockenen Oberfläche löst und als Rollkorn zurücklässt.

Abziehbesen sollten jetzt nur noch mit den weichen Borsten verwendet werden.

 

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